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    Projekte

    Leprastation Mwena in Tansania (1959-2007)
    Colegio San Luis in Chinandega/Nicaragua (seit 1986)
    Instituto Nacional in Chinandega/Nicaragua (seit 2000)
    Instituto Filemón Rivera in Chinandega/Nicaragua (seit 2000)
    Das Eine-Welt-Café (seit 1987)
    Der Eine-Welt-Laden (seit 1984)
    Abbey Secondary School (seit 2007)

    Unserer Unterstützung beruht grundsätzlich auf persönlichem Kontakt und Abstimmung mit den Projektpartnern. Wir sind überzeugt, dass erst in einem solchen Rahmen sinnvolle und nachhaltige Unterstützung geleistet werden kann.
    Der teilweise schon seit Jahrzehnten bestehende Kontakt gipfelt jeweils in gegenseitigen Besuchen.

     

    St. Elisabeth’s Leprosy Hospital Mwena/Tansania

    Im Laufe der 48 Jahre dauernden Beziehung zur Leprastation Mwena haben wir diese mit mehr als 180 000 Euro unterstützt. Davon wurden vor allen Dingen Medikamente und Einrichtungsgegenstände (etwa Betten) beschafft. In dieser Zeit entwickelte sich die Station zu einer bedeutenden Zentrale der Leprabekämpfung in der gesamten Süd-Ost-Region Tansanias mit durchschnittlich 600 Patienten. Wegen der Heilbarkeit von Lepra und der besseren medizinischen Aufklärung und Betreuung sank die Patientenzahl 2003 auf 150. Doch 2007 waren nur noch 14 Patienten verblieben, die ins Krankenhaus nach Ndanda verlegt wurden. Die Station konnte geschlossen werden, da Lepra in der Region besiegt ist. Die Abtei hat entschieden, dass in den Gebäuden eine Sekundarschule mit Internat eingerichtet wird, die 2007 mit zwei Klassen eröffnet wurde. Diese Schule werden wir weiterhin unterstützen. zurück nach oben

     

    Colegio San Luis in Chinandega/Nicaragua

    Gleichzeitig mit der Städtepartnerschaft Leverkusens zu Chinandega wurde im Dezember 1986 die Schulpartnerschaft zwischen der Lise-Meitner-Schule und dem Colegio San Luis geschlossen. Das Colegio besuchen ca. 700 Schüler von der Klasse 7 bis zur Klasse 11. Der Abschluss berechtigt zum Studium an einer Universität.
    Inzwischen wird die Schule wieder wie ursprünglich vom Dominikaner-Orden verwaltet. Eine weitere Veränderung, die infolge der politischen Reformen seit 1990 eintrat, ist die Einführung vom Schulgeld, monatlich 10 Dollar. Das ist sehr viel, wenn man es etwa mit dem Einkommen eines Gymnasiallehrers vergleicht, das bei 150 Dollar im Monat liegt. Da es generell in Nicaragua an Schulgebäuden fehlt, wird oft in Schichten unterrichtet. So auch am Colegio, morgens und nachmittags.
    Seit 2008 hat die Schule sich um einen Grundschulzweig erweitert (Klassen 1-6), in dem nach den Prinzipien von Maria Montessori gelernt wird.
    Durch unsere finanzielle Unterstützung von bisher über 53 000 Euro konnte das Colegio Schulmöbel kaufen, Lehr- und Lernmittel anschaffen und Reparaturen in den Klassenräumen durchführen. Seit 2005 fließt die jährliche Hilfe von 4000 - 5000 US-Dollar allein in Stipendien.
    Die 20 Klassenräume, die Bibliothek, der Computerraum und das Lehrerzimmer sind in fünf flachen Trakten untergebracht. Des weiteren gibt es einen naturwissenschaftlichen Arbeitsraum, der mit der Spende des Bundeskanzlers Gerhard Schröder renoviert wurde, und einen Versammlungsraum. Für das leibliche Wohl sorgt eine schmucke Cafeteria. Auf dem parkartigen Schulgelände findet man auch eine Gedenkstätte für die im Kampf gegen die Somoza-Diktatur gefallenen Schüler und Lehrer. zurück nach oben

     

    Instituto Nacional de Chinandega

    Nach Vorgesprächen, die 1998 begannen, war es dann am 10. Oktober 2000 soweit: Gleichzeitig mit der Gesamtschule Schlebusch besiegelten wir die zweite Schulpartnerschaft mit einem Gymnasium in Chinandega.
    Das Instituto Nacional wird von ca. 4000 Schülern, und - wenn man das Wochenende mit zusätzlichen Unterrichtsveranstaltungen einrechnet - von fast 4500 Schülern besucht, die in drei Schichten unterrichtet werden. Die Klassenstärke liegt bei 50 bis 60 Schülern.
    Die Unterstützung für das Instituto beläuft sich bisher auf 20 000 Euro, die im wesentlichen für Stipendien und Lehr- und Lernmittel verwendet wurden. Seit 2009 ruht die Unterstützung, da wir keinen Ansprechpartner mehr an der Schule haben, der die Unterstützung koordinieren könnte. zurück nach oben

     


    Instituto Filemón Rivera

    Bei unserem Besuch im Instituto Nacional (2000) haben wir von der Situation, in der sich diese kleine Schule befindet, erfahren.
    Im Instituto Filemón Rivera werden ca. 250 Schüler betreut, oft solche, die von den anderen Schulen entlassen wurden, z. B. wegen Schwangerschaft. Diese Schule erhält keine staatliche Unterstützung, so dass ihre finanzielle Lage noch schlechter ist als die der anderen Schulen.
    Deshalb, aber auch angetan von dem Engagement der Lehrer, haben wir zugesagt, in Leverkusen nach einer anderen Schule zu suchen, die das Instituto Filemón unterstützen könnte. Inzwischen hat die Gesamtschule Schlebusch die Partnerschaft beschlossen.
    Aber auch wir werden der Schule weiterhin helfen. So haben wir die Schule bisher mit über 22 000 Euro unterstützt. Die Mittel wurden eingesetzt für bauliche Maßnahmen, für Lehr- und Lernmittel und für Stipendien an bedürftige Schülerinnen und Schüler. zurück nach oben

     

    Das Eine-Welt-Café

    Das Café sollte drei Aufgaben erfüllen:
    • Während der Unterrichtszeit gesunde Nahrung (Vollwert) und entsprechende Getränke anbieten
    • Informationen zu Problemen der Einen Welt in einem „attraktiven“ Rahmen (ohne den gewöhnlich erhobenen Zeigefinger) vermitteln
    • Durch den erwirtschafteten Überschuss Projekte in der „Dritten Welt“ unterstützen

    Für das Café standen eine nicht mehr genutzte Lehrküche und ein Essraum zur Verfügung. Inzwischen ist das Café, das 1987 in einer Projektwoche eröffnet wurde, der sicher beliebteste, aber vielleicht auch wichtigste Treffpunkt der Schule geworden. 1995 wurde es um einen Raum erweitert und bot inzwischen 60 Gästen Platz. Es wird seit 1994 von einem e.V. getragen, der zu nächst eine Kraft anstellte, um das Café über die großen Pausen hinweg täglich 3 Stunden geöffnet halten zu können. Durchschnittlich 300 Personen besuchen das Café jeden Tag. Es ist auch ein begehrter Ort für Elternabende, Kurstreffen usw. Die Esswaren werden von bis zu 30 Müttern (manchmal auch Vätern) in verschiedenen Backgruppen ehrenamtlich hergestellt. Mit dem Schuljahrsbeginn 2000/2001 konnten wir das Café um einen Außenbereich auf dem Schulhof erweitern und die Öffnungszeiten in den Mittagsbereich (14.30) verlängern. Damit ist auch eine Versorgung für die Aktivitäten am Nachmittag gewährleistet. Vier Backmütter, finanziert aus entsprechenden öffentlichen Mitteln, haben die Zubereitung des Essens und die Betreuung übernommen.
    Die Stadt Leverkusen und der Landschaftsverband Rheinland haben diese Einrichtung für 1997 mit dem Prädikat „Kinderfreundlich“ ausgezeichnet.
    Mit Einführung des gebundenen Ganztags stand der im Wesentliche ehrenamtlich arbeitende Eine-Welt-Kreis vor der schwierigen Frage, ob er die gesetzliche Verpflichtung der Versorgung der Ganztagsschülerinnen und -schüler übernehmen könne. Für die Übernahme dieser Verpflichtung waren 2 Gründe ausschlaggebend: Nur durch die Übernahme kann erstens der Bestand des Eine-Welt-Cafés und damit die Gesamtversorgung aller an der Schule Tätigen gesichert werden und zweitens wird dadurch die Chance gewahrt, auch weiterhin unsere Partnerschulen zu unterstützen, was dem vorrangigen Zweck des Eine-Welt-Vereins entspricht. Die Versorgung mit dem warmen Mittagessen haben wir einem Caterer übertragen. zurück nach oben

     

    Der Eine-Welt-Laden

    Der Eine-Welt-Laden sollte fair gehandelte Produkte und Recyclingpapier anbieten und dadurch ein bewussteres und verantwortlicheres Konsumverhalten fördern und zwar sowohl im Blick auf die „Dritte Welt“ als auch im Blick auf ökologische Probleme.
    Aus dem ursprünglichen Verkaufstisch im Flur ist ein großer mobiler Verkaufsstand geworden, an dem Schüler und Schülerinnen täglich in den großen Pausen die genannten Waren verkaufen. Der Laden ermöglicht es, den Gedanken sinnvoller Produkte, fairer Preise für die Produzenten, verantwortungsbewussten Konsums und des Umweltschutzes allen Personen der Schulgemeinde ohne Aufdringlichkeit nahe zu bringen.
    Beide Einrichtungen erhöhen die Qualität des Schullebens ganz unmittelbar und geben allen Personen der Schulgemeinde die Möglichkeit, direkt soziale Verantwortung zu üben.
    Die planende Gruppe, d. h. alle an entwicklungspolitischen Fragen interessierten Personen, hatte sich 1984, um ihr Anliegen effektiver verfolgen zu können, zum Eine-Welt-Kreis zusammengeschlossen. Natürlich ist der Eine-Welt-Kreis auf vielen anderen Ebenen und in vielen (auch) außerschulischen Gremien tätig: Er fördert und initiiert Unterrichtsprojekte, organisiert Informationsveranstaltungen, Ausstellungen, Besuche aus der „Dritten Welt“ und beschafft Informationsmaterial. Er arbeitet auf städtischer Ebene bei der Nord-Süd-Initiative (Lokale Agende 21 Leverkusen) und bei Veranstaltungen der VHS mit. Zur Zeit sind etwa 40 Personen Mitglieder, überwiegend Eltern. Die Mitarbeit der Schüler und Schülerinnen in diesem Gremien beschränkt sich auf einzelne Projekte. Der jährlich erwirtschaftete Überschuss kommt neben der Unterhaltung der Küche und des Cafés oben genannten Projekten zugute. zurück nach oben

    Stand 08/2011

 
 
© Eine-Welt-Kreis an der Lise-Meitner-Schule e.V.